Gesundheitsmonitoring Asse
- Datum
- 17.08.2010
Die heutigen und früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schachtanlage Asse sollen Klarheit erhalten: In einem „Gesundheitsmonitoring Asse“ erfasst und bewertet das Bundesamt für Strahlenschutz, wie viel Strahlung Beschäftigte der Asse bei ihrer Arbeit auf der Schachtanlage ausgesetzt sind und waren. Das Bundesamt will damit auch herausfinden, ob Krebserkrankungen ehemaliger Mitarbeiter mit ihrer Strahlenbelastung im Beruf zusammenhängen.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von 1967 bis Ende 2008 unter Tage gearbeitet haben oder über Tage mit radioaktiven Abfällen umgegangen sind, werden in die Untersuchung einbezogen. Fachleute des Bundesamtes werten dazu die vorhandenen Messdaten zur Strahlenbelastung und Angaben über die Arbeitsdauer und -orte aus und rekonstruieren fehlende Daten. In Stichproben befragen sie frühere Beschäftigte über ihre Arbeitsbedingungen.
Diese Daten zu sammeln und sorgfältig auszuwerten, dauert seine Zeit: Die Ergebnisse des Gesundheitsmonitorings sollen Ende 2010 vorliegen und in einem Abschlussbericht dokumentiert werden. (Ehemalige) Beschäftigte der Schachtanlage können ihre persönlichen Daten zur Strahlenbelastung und Risikobewertung dann vom Bundesamt für Strahlenschutz erhalten. Damit will das Bundesamt alle ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen, die befürchten, dass eine Erkrankung auf ihre Tätigkeit in der Asse zurückgeht: Sie können die gewonnenen Erkenntnisse in berufsgenossenschaftlichen Verfahren einsetzen. Solche Verfahren ersetzen kann das Gesundheitsmonitoring jedoch nicht.
Nützen soll das Gesundheitsmonitoring allen Beschäftigten: Das Bundesamt für Strahlenschutz wird die Untersuchungsergebnisse auch verwenden, um den Arbeits- und Strahlenschutz in der Asse weiter zu verbessern.
Wie das Programm im Einzelnen abläuft, können Sie dem Konzept Gesundheitsmonitoring Asse entnehmen.
Konzept Gesundheitsmonitoring Asse (PDF, 30 KB, Datei ist nicht barrierefrei)



