Was wird aus der Asse?
Sicherheit für die kommenden Generationen
- Datum
- 21.10.2011
Um Gefahren für Mensch und Umwelt heute und auch in ferner Zukunft auszuschließen, bereitet das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Stilllegung des Endlagers Asse nach den Maßstäben des Atomrechts vor. Auf dem Weg dahin hatte das BfS im ersten Schritt drei verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie sich die Asse sicher stilllegen ließe.
Eine Möglichkeit war, die Abfälle aus der Schachtanlage zu holen und anderswo einzulagern. Eine andere Möglichkeit sah vor, in einem tieferen Teil des Salzstocks neue Hohlräume zu schaffen und die Abfälle dorthin umzulagern. Die dritte Möglichkeit bestand darin, die Hohlräume in dem Bergwerk vollständig mit Beton zu verfüllen.
Das BfS hat das Ergebnis der Prüfung im Januar 2010 veröffentlicht: Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die vollständige Rückholung der Abfälle aus der Schachtanlage Asse II die beste Variante beim weiteren Umgang mit den dort eingelagerten radioaktiven Abfällen. Erst nach der vollständigen Rückholung der Abfälle kann nach derzeitigem Kenntnisstand die Langzeitsicherheit für den Standort gewährleistet werden. Die Entscheidung wurde unter Beteiligung der Öffentlichkeit in einem ergebnisoffenen und nachvollziehbaren Verfahren getroffen.
Noch bestehen große Wissenslücken und Unsicherheiten hinsichtlich des Zustands der Einlagerungskammern und der radioaktiven Abfälle sowie der Strahlenbelastung für die Beschäftigten bei der Rückholung. Daher findet im Rahmen der Probephase (Faktenerhebung) zunächst eine vertiefende Erhebung von Fakten in den Einlagerungskammern 7 und 12 auf der 750-Meter-Sohle statt.
Die gewählte Stilllegungsoption muss schließlich in einem Planfeststellungsverfahren von der zuständigen Behörde, dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, genehmigt werden. Dafür muss das BfS zahlreiche Nachweise erbringen, die die Sicherheit der gewählten Stilllegungsoption belegen.



