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Asse II (Link zur Startseite)

Errichtung Zwischenlager / Konditionierungsanlage
(übertägige Anlagen)

Datum
21.10.2011

Das Konzept der vollständigen Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse sieht vor, die unter Tage geborgenen und in Transportbehältern (Overpacks) nach über Tage gebrachten Abfälle zu konditionieren und für den Transport in ein genehmigtes Endlager vorzubereiten. Das bedeutet, dass die Abfälle nach den aktuell geltenden Vorschriften für die spätere Endlagerung behandelt und verpackt werden müssen. Hierfür muss ein für die zu erwartenden Abfallmengen ausgelegtes Zwischenlager mit Konditionierungsanlage geplant und errichtet werden.

Die zu planenden übertägigen Anlagen umfassen ein Pufferlager, eine Konditionierungsanlage, ein Zwischenlager sowie alle erforderlichen Einrichtungen zum Betrieb und zur Sicherung der Anlagen. Bei den Planungen verfolgt das BfS das Ziel, dass möglichst schnell ein Pufferlager für die geborgenen Abfallgebinde bereitsteht.

Für die Planung der Konditionierungsanlage und des Zwischenlagers sind belastbare Aussagen über die benötigte Größe und Kapazität der Anlagen notwendig. Diese hängen wiederum entscheidend davon ab, welches Gesamt-Abfallvolumen einschließlich des kontaminierten Salzes geborgen werden muss. Entsprechende Mengenangaben lassen sich daher erst nach der Faktenerhebung genauer bestimmen.

Stand der Planungsarbeiten

Um herauszufinden, wie ein Zwischenlager für die Asse-Abfälle grundsätzlich (also unabhängig vom Standort) technisch umzusetzen ist, hat die Asse-GmbH durch die Planungsgemeinschaft GNS/WTI eine sogenannte Konzeptstudie erstellen lassen. Grundlage für die Studie sind die Ergebnisse aus der vom BfS Ende 2009 vorgestellten Machbarkeitsstudie zur Rückholung. Die Studie befasst sich zunächst nur mit den generellen Anforderungen an ein Zwischenlager, wenngleich sich hieraus auch zweckmäßige Empfehlungen für die Standortfrage ableiten lassen.

Unabhängig von dieser Konzeptstudie hat das BfS eine Konzept- und Genehmigungsplanung für ein standortgebundenes Zwischenlager beauftragt. Diese Planung bezieht nun auch konkrete Standorte ein. Die Standortfrage wird anhand vorher festgelegter Kriterien entschieden. In die Planungen werden auch die gewonnenen Daten aus der Probephase (Faktenerhebung) einfließen.

Die nächsten Schritte

Das BfS wird einen Kriterienbericht zur Auswahl eines Zwischenlagerstandorts erstellen. Die Kriterien müssen vor dem Beginn des Standortauswahlverfahrens verbindlich festgeschrieben sein. Erst wenn die Standortfrage entschieden ist, kann eine Konzeptplanung für das Zwischenlager und die Konditionierungsanlage erarbeitet werden. Im Anschluss wird die Genehmigungsplanung erstellt. Erst mit dieser kann das Genehmigungsverfahren eingeleitet werden.

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