Stilllegung des Endlagers Asse
Oberstes Ziel bei der Stilllegung der Asse ist die langfristige Sicherheit von Mensch und Umwelt
- Datum
- 03.12.2012
Das BfS hat Anfang 2009 die Verantwortung für die Schachtanlage Asse übernommen. Auf der Grundlage der Empfehlungen der Arbeitsgruppe Optionenvergleich (AGO) ist ein Vergleich unterschiedlicher Stilllegungsoptionen durchgeführt worden. Unter den gegebenen geologischen und gebirgsmechanischen Randbedingungen und auf Grundlage der Bestimmungen des Atomrechts sollte eine geeignete Stilllegungsoption gefunden werden. Das Ergebnis dieses Optionenvergleichs wurde im Januar 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Option Rückholung
Oberstes Ziel bei der Stilllegung der Asse ist die langfristige Sicherheit von Mensch und Umwelt. Das BfS muss als Betreiber der Asse den Nachweis führen, dass bei der gewählten Stilllegungsoption auch langfristig keine Gefahr für Mensch und Umwelt in der Region besteht. Dies ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand nur durch die Rückholung der Abfälle aus der Asse möglich.
Wieso will das BfS die Abfälle aus der Asse nach Möglichkeit bergen?
Probephase soll offene Fragen klären
Um die derzeit noch bestehenden Unsicherheiten bei der Rückholung zu klären (Zustand der Einlagerungskammern, Zustand der eingelagerten Gebinde und deren Handhabungsmöglichkeiten, Strahlenbelastungen bei der Rückholung), hat das BfS eine Probephase (Faktenerhebung) vorgesehen. In drei Schritten sollen die notwendigen Daten und Fakten gewonnen werden, die für die Planungsarbeiten der Rückholung zwingend erforderlich sind. Parallel hierzu werden erste Planungen für die Rückholung der Abfälle bis zur Ausführungsreife vollendet.
Um eine Rückholung zu ermöglichen, werden zeitgleich Notfallmaßnahmen zu einer Begrenzung der Auswirkungen eines unbeherrschbaren Lösungszutritts geplant und umgesetzt. Eine wesentliche Voraussetzung für die Rückholung ist die Umsetzung notwendiger Vorsorgemaßnahmen und die Herstellung der Notfallbereitschaft.



