3-D-seismische Messungen im Gebiet der Asse
Mit Hilfe der Seismik ist es möglich, die Struktur des Untergrundes von der Oberfläche aus zu untersuchen und detailliert räumlich abzubilden.
- Datum
- 24.05.2011
3-D-seismische Messungen können helfen, mehr über die geologische Struktur der Asse zu erfahren
Um detailliertere Kenntnisse über den Aufbau und die Beschaffenheit des Untergrunds (geologische Struktur) im umgebenden Deckgebirge der Schachtanlage Asse zu gewinnen, plant das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) 3-D-seismische Messungen im Gebiet der Asse. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, den geologischen Kenntnisstand zu verbessern.
Vorplanung abgeschlossen
Die Vorplanungsarbeit wurde gemäß Vergaberecht europaweit ausgeschrieben und nach einem öffentlichen Teilnahmewettbewerb beauftragt. Der Abschlussbericht der Vorplanung liegt vor.
In der Vorplanung wurde untersucht:
- wie das 3-D-seismische Messnetz auszusehen hat und
- welcher Erkenntnisgewinn bei dem geplanten Messverfahren über die geologische Struktur zu erwarten ist.
Hierbei wurden vier theoretisch geeignete Messkonfigurationen mit unterschiedlichen Auflösungsvermögen und Kosten detaillierter betrachtet und mit Hilfe von Modellrechnungen die zu erwartenden Ergebnisse der 3-D-seismischen Messung bewertet.
Die Berechnungen zeigen, dass im Bereich der Südflanke der Erkenntnisgewinn begrenzt ist. So können vermutlich keine Strukturen kleiner als 30 m erkannt werden. Aus der Praxis ist jedoch bekannt, dass reale 3-D-seismische Messungen zu besseren Ergebnissen führen können, als die vorliegenden Ergebnisse der bislang durchgeführten Modellrechnungen.
Des Weiteren wird im Ergebnis der Vorplanung zunächst eine Testmessung empfohlen. Erst die Testmessung wird endgültig klären, welche Messkonfiguration die besten Ergebnisse liefert und mit welcher Genauigkeit die geologischen Strukturen erkannt werden.



